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Kulturauditorinnen

Fortbildungskonzept zur Kulturauditorin/zum Kulturauditor

Durchführungshinweise:

 Zeitstruktur:

Tag 1. Beginn 14 Uhr + Abend
Tag 2. Voller Tag + Abend
Tag 3. bis 16 Uhr

Ort: Fortbildungszentrum Wackersberg

Voraussetzung: Auditerfahrung (mindestens Interne Audits)

Zielgruppen: Leitungskräfte, Führungskräfte, Qualitätsverantwortliche, Koordinatoren

MODUL I. (Grundbegriffe des freien Auditierens)

Kunst des Auditierens (3 tägige Fortbildung)

+ Praxistag: Museumsbesuch mit Wahrnehmungsübungen, Kriterien für ein Kulturauditbericht und die Urteilsbildung im Abschlussgespräch erarbeiten

 ZWISCHENZEIT: Teilnehmer suchen sich Praxispartner

 MODUL II. (Vorbereitung eines Kulturaudits)

  1. Wie klärt man gemeinsam mit dem Praxispartner, was dessen Absichten im Rahmen des Kulturaudits sind?
  2. Finden von Methoden und Wegen, wie die Kultur in dieser Organisation auditiert werden kann?
  3. Individuelle und formale Vorbereitung im Workshop des jeweiligen Praxisprojekts

ZWISCHENZEIT: Durchführung eines Kulturaudits (1.) und Bericht

MODUL III. (Auswertung des Kulturaudits)

  1. Feedback und Coaching zu Vorbereitung, Durchführung und Bericht
  2. Trainieren der Fähigkeiten eines Kulturauditors, einer Kulturauditorin*
  3. Individuelle und formale Vorbereitung im Workshop eines weiteren Praxisprojekts

ZWISCHENZEIT: Durchführung von zwei Kulturaudits (2.+3.) und Berichte, Anfertigung einer Praxisreflexion

MODUL IV. (Auswertung der Kulturaudits, Praxisreflektion + Zertifizierung)

  1. Feedback und Coaching zu Vorbereitung, Durchführung und zu den Berichten
  2. Vertiefendes Training der Fähigkeiten eines Kulturauditors, einer Kulturauditorin
  3. Vorstellung der Praxisreflexion

Zertifikat nach Durchführung von 3 Audits in Begleitung einer Kulturauditorin, schriftlicher Formulierung der Praxisreflexion

* Zu den wichtigsten Qualifikationen eines Auditors/einer Auditorin einer Kultur gehören:

  1. Die Gabe zur genauen, wertfreien und Zusammenhänge stiftenden Beobachtung
  2. Die Gabe der Selbstbeobachtung
  3. Eine gute kulturelle Bildung, um (z.B. durch bildliche Vergleiche und Geschichten) die beobachtete Kultur in gesamtgesellschaftliche Bezüge zu stellen,
  4. Das Vermögen mit Sprache stilistisch bewusst umzugehen, um eine für das Unternehmen adäquate Sprachebene zu finden.
  5. Empathie & Analyse
  6. Kritische Urteilsfähigkeit, um zu vergleichen, was im Leitbild einer Organisation formuliert wird und was in der Wirklichkeit aufscheint
  7. Fähigkeiten zur Recherche und zur Einarbeitung in neue Felder
  8. Geübte teilnehmende Beobachtung und geschulte Aufmerksamkeit
  9. Dialogfähigkeit (z.B. Vertrautheit mit Bohm, Beherrschung von GFK, transparente Kommunikation, aktives Zuhören)
  10. Praxis in Interviewführung und in der Formulierung von offenen Fragen
  11. Verankerung in einem Wertesystem, das Gesellschaft als etwas begreift, was dem Wohle und der Entwicklung aller Lebewesen dient