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Innovationen

… wenn Menschen prüfen … Einladung  für ENTWICKLUNGSLABOBRATORIUM PRÜFKULTUR 2.0 am 14.09.2017 in Wuppertal

wie bereits in unserem Sommernewsletter angekündigt möchten wir Sie zur einem Entwicklungslaboratorium einladen.

Aus Anlass unserer eigenen Re-Akkreditierung im Mai 2017 wurde uns nochmals die Dringlichkeit bewusst, Möglichkeiten zu schaffen, dass Prüfungen nicht als Pflicht oder Machtspiel ablaufen sondern entwicklungsfördernd ist. Doch die Logik der Konformitätsbestätigung heißt: Erfüllt, unkritische oder kritische Abweichungen aus Sicht des Prüfenden. Es wird davon ausgegangen, dass es eine eindeutige Erkenntnis von „richtig oder falsch“ gibt, die auch ohne eine Kommunikation mit den agierenden Menschen gewonnen werden kann. Dahinter steht die Annahme, dass soziale Interaktionen als Gegenstand behandelt und somit auf Dokumentenbasis geprüft werden können.

Aus unserer Sicht braucht es hierfür einen eigenen Entwicklungsimpuls, denn sonst vergessen die Geprüften wie die Prüfenden, um was es eigentlich geht: Das eigene Zentrum zu bewahren und für die Entwicklung von Qualität in einen Dialog zu gehen. Und das heißt auch Verantwortung für die eigene Urteilsbildung zu übernehmen.

Die Auswertung unserer Kundenumfrage bietet für uns die Grundlage um ein Entwicklungslaboratorium zum Thema „… wenn Menschen prüfen“ zu begründen. Für ein erstes Treffen von Interessierten haben wir uns für den Hof Sondern am 14. September 2017 von 12:00 – 16:00 in Wuppertal entschieden. Dieser hat im Jahr 2003 das erste GAB-Qualitätssiegel erhalten und wird im Frühjahr 2018 das erste Kulturaudit durchführen. 2018 möchten wir dann auch andere Fachkundige Stellen zu einem Erfahrungsaustausch einladen. Es soll eine Plattform für ein entwicklungsförderliches Prüfen begründet werden. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, freuen wir uns sehr über Ihre Anmeldung! Gerne können Sie auch dies Mail an Interessierte weiterleiten.

Weitere Informationen unter: http://socialcert-gmbh.de/wissen/praktisches/

Oder gleich unter: http://www.so-lass-ich-mich-nicht-pruefen.de/?page_id=20

Seit 2017 bieten wir regelmäßige Fortbildungen an.

Unsere Fortbildungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie eine authentische interne wie externe Prüfkultur der Entwicklung von Qualität in Einrichtungen und Unternehmen dienen kann. Wir ermutigen die Teilnehmenden, „externe Anforderungen“ als Einladung bzw. Anstöße zu deuten. Denn das, was scheinbar eine Auflage von „Außen“ ist, wird durch die eigene Haltung zu einer Möglichkeit der Gestaltung im „Innen“.

Wir wollen damit individuelle Qualitäten anerkennen und ein waches Verständnis von Prüfen fördern. Für uns ist Prüfen kein hierarchisches Machtinstrument. Vielmehr ist es eine Möglichkeit, systematisch Verantwortlichkeit zu etablieren.

Wir stärken die Befähigung der Teilnehmenden, in gemeinsamen Prozessen ihre individuellen und gemeinsamen Ziele und Absichten zu entwickeln und zu realisieren. Dabei ist flexibles Lernen in Kleingruppen ein erprobtes Mittel.

Durch die Teilnahme an unseren Fortbildungen können sich gleichgesinnte Menschen und Organisationen untereinander vernetzen, Erfahrungen austauschen und wechselseitig neue Möglichkeiten oder Lösungen für eigene Fragen finden.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter Qualifizierungen.

 

Wir zerprüfen uns! Warum wir eine neue, am Menschen orientierte Kultur des Prüfens brauchen

(Artikel von Dr. Marietta Schürholz)

Überwachungsaudit! Irgendeiner, der während der Teambesprechung nicht schnell genug Nein sagen konnte, kriegt den Job, auch wenn er keine Zeit. Der Auditor kommt und nun müssen in Windeseile alle Ordner aktualisiert und aufgehübscht werden, sodass die erforderlichen Nachweise vorhanden und alle Dokumente auf Vordermann gebracht sind. Für drei nicht enden wollende Tage steht der Betrieb Kopf und alle sind wie im Fieber, um das nachzudokumentieren, was das Jahr über keine Rolle spielte. Warum auch? Für die tatsächlichen Abläufe ist es ohne Relevanz. Aber am Tag x, wenn der Prüfer kommt, dann muss letzterer mit unnützen Schreibkram gefüttert werden, denn er lebt davon. … Weiterlesen